Liebe Hundeinteressenten,

wir haben uns entschieden, Ihnen diesen kleinen Hunde-Guide zur Verfügung zu stellen, um Sie vor Ankunft Ihres neuen Hundes optimal zu informieren und sie auf das Kommende vorzubereiten.

Das Meiste werden Sie bereits bei der Vorkontrolle erfahren haben, jedoch ist es immer besser, alles nochmal schwarz auf weiß in den Händen zu halten.

Unser Hauptziel ist es, die Ankunft Ihres neuen Familienmitgliedes für Ihre Familie und den Hund so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Natürlich geht die Ankunft des Hundes mit vielen Erwartungen und Wünschen einher und wenn das dann nicht sofort so klappt, ist man enttäuscht und macht sich Gedanken, ob die Anschaffung eines Hundes doch die richtige Entscheidung war.

Aus diesem Grund bekommen Sie diese Vorab - Information, denn wenn man auf viele mögliche Eventualitäten vorbereitet ist, kann einen fast nichts mehr überraschen, und vieles fällt leichter.

Unsere größte Sorge ist stets, dass der Hund wieder abgegeben wird. Daher möchten wir Sie bitten, folgende Hinweise sorgfältig zu lesen und zu beherzigen. Eine Rückgabe ist für die Hunde eine ganz furchtbare Sache und stellt uns außerdem vor große Probleme, da wir meist auf die Schnelle einen neuen Platz finden müssen.

Zumeist erfolgt die Rückgabe, weil am Anfang entscheidende Fehler bei der Eingewöhnung des Hundes gemacht wurden und zu wenig auf seine individuellen Bedürfnisse eingegangen wurde. 

Wie Hund und Besitzer ein Dreamteam werden oder Hunde müssen auch bei Regenwetter Pippi!

Auslandshunde binden sich meist sehr schnell an ihre neuen Besitzer, da es oft das erste richtige Zuhause ist, das sie kennenlernen dürfen. Jede Rückgabe bedeutet für den Hund ein großes Trauma und erschwert eine neue Vermittlung.

Die Neuanschaffung eines Hundes geht immer mit einer großen Verantwortung einher, egal ob dies ein Rassehund oder ein Tierheimhund ist. Adoptiert man einen Hund aus dem Tierheim, dann handelt man damit im Sinne des Tierschutzes und hilft Tieren in Not, die sonst evtl. keine Chance mehr hätten.

Durch den neuen Hund ändert sich meist der gesamte Tagesablauf der einzelnen Familienmitglieder und alle in der Familie sollten sich dessen bewusst sein. Im Vergleich zu anderen Haustieren benötigt ein Hund noch mehr an Zeit und Aufmerksamkeit. 

Es sollte nämlich stets gewährleistet sein, dass der Hund mindestens dreimal am Tag sein Geschäft erledigen kann - und dies nicht nur im Garten. Die empfohlene Gassizeit liegt bei einem mittelgroßen Hund bei circa 1-1,5 h täglich - bei jedem Wetter. Bei Berufstätigen ist dies nicht immer einfach zu koordinieren und wenn man es zeitlich nicht schafft, muss man sich um eine Vertretung kümmern. Aus diesem Grund sollte jedes Familienmitglied bereit sein, sich um den Hund zu kümmern, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Bei alleinstehenden Personen ist es notwendig, sich vor Anschaffung des Hundes um einen geeigneten Vertreter zu kümmern und abzuklären, ob die anfallenden Kosten getragen werden können. Dies gilt auch für Krankenhaus oder Kuraufenthalte.

Die Haltung des Hundes in einer Wohnung / Haus mit Garten ist artgerechter als eine reine Wohnungshaltung, aber trotzdem ersetzt der Garten nicht das tägliche Gassi. Denn neben der reinen Bewegung sollte während des Spaziergangs der Hund mit verschiedenen Spielen und Aufgaben auch mental ausgelastet werden. Gerade bei Arbeitshunden und Mixen wie Border Collie, Jagdhunden, Husky oder anderen ist dies absolut notwendig, da sie sonst dazu neigen, ihre überschüssige Energie im Haus oder Garten abzulassen. Somit kommt man zu einer kostenlosen Garten- und Wohnungsumgestaltung, die einem aber meist nicht so gut wie dem Hund gefällt. 

Der Kampf ums Futter ist vorbei oder der Parkettboden ist kein Klo! 

Das vorherige Leben unserer Hunde unterscheidet sich zum Leben in Deutschland komplett. Bisher waren sie in Zwingern mit einem oder mehreren Hunden untergebracht, und mussten um ihr Futter kämpfen. Die meisten Hunde verschlingen anfangs Unmengen an Futter, da sie Sorge haben, dass es morgen evtl. nichts mehr gibt. Die Futtermengen dürfen deshalb nur portioniert gegeben werden. Niemals dem Tier zu viel füttern. Der Magen muss sich erst an das veränderte Futter und die Menge anpassen.

Ein weiterer Nachteil der Zwingerhaltung ohne Gassigänge ist, das die Hunde ihr Geschäft stets dort erledigt haben und nicht wissen, dass eine Terrasse und Parkettboden keine Toilette sind.

Bei einigen Hunden dauert es bis zu einer Woche, bis sie verstanden haben, dass Gassigehen den Sinn hat, das Geschäft draußen zu erledigen. Jedoch dauert es manchmal v.a. bei Welpen und Junghunden auch länger. Erziehungsmaßnahmen wie Schnauze ins Pippi halten sind nicht geeignet dem Hund Stubenreinheit beizubringen. Es verstärkt eher seine Angst. Bitte kontaktieren Sie uns falls der Hund auch nach einigen Tagen sein Geschäft noch nicht draußen erledigt. Wir beraten sie gerne. 

Auch Kuscheln will gelernt sein oder Staubsauger beißen nicht!

Bisher waren die Hunde es nicht gewohnt, dass sie, abgesehen von Füttern und Saubermachen, menschlichen Kontakt erhalten haben. Dies ist für den Hund anfangs evtl. eine Umstellung und er braucht etwas Zeit, um aufzutauen und zu merken, dass Streicheln, Toben und Bürsten angenehm sind und er sich darüber freuen kann. Haben Sie Geduld und lassen Sie den Hund von sich aus kommen. Zeigen Sie ihm zunächst verschiedene, ungewohnte Gegenstände wie Bürste, Staubsauger oder andere Küchen- oder Gartengeräte. Unsere Hunde haben so etwas noch nie zuvor gesehen und sind meist allem Unbekannten gegenüber eher vorsichtig. Zwingen sie den Hund nicht Dinge zu tun, wenn sie merken, dass es ihn ängstigt. Durch tägliches Training und schrittweise Anpassung an die ungewohnte Situation lässt sich das Angstverhalten mit Geduld reduzieren. Dies gilt auch anfangs für das tägliche Gassigehen.

Umso länger der Hund bei ihnen ist, umso mehr Vertrauen wird er auch zu Ihnen aufbauen. Damit kann er kritische Situationen einfacher durchstehen, weil er seinen "Partner" an der Seite hat. 

Straßenhunde sind meistens sozial oder Reisen ist anstrengend!

Straßenhunde aus Rumänien sind in der Regel sehr verträglich mit Artgenossen. Der Grund: Unverträgliche, aggressive Hunde auf der Straße überleben nicht lange, da sie in Revierkämpfen getötet werden. Bisher hatten wir noch keinen wirklich unverträglichen Hund in der Vermittlung. Doch ist auch hier zu beachten, dass durch einen Umzug in ein schönes Zuhause und dem Gewinn eines Besitzers, sich die Situation ändern kann. Vor allem Hütehunde neigen manchmal dazu, alles als IHRES zu betrachten und ihr neues Heim zu verteidigen oder ihr Verhalten beim Gassigehen zu verändern.

Im Vorfeld der Vermittlung können wir Ihnen meist nur

unsere Einschätzung der Hunde vor Ort im Zwinger geben. Irina kennt ihre Hunde sehr gut, jedoch können wir nie ausschließen, dass sich der Hund in

Deutschland anders verhält..

Unsere Hunde sind es gewöhnt in einer Hundegruppe zu leben und stets Artgenossen um sich zu haben. Dies produziert natürlich nicht nur Freude und Sicherheit, sondern auch manchmal Stress, fehlende Möglichkeiten sich zurückzuziehen und einen erhöhten Stresspegel.

Wir hatten bereits sehr scheue Hunde, die sich in Deutschland nach einigen Tagen zu sehr angepassten lieben und zutraulichen Hunden verändert haben. Und ebenso Hunde, die in Rumänien keinerlei Auffälligkeiten gezeigt haben und plötzlich ohne Hundefreunde und gewohnte Umgebung zu wahren Angsthasen mutiert sind. Eine Garantie, dass der Hund sein Verhalten aus Rumänien hier so beibehält können wir deshalb nicht geben.

Nach unserer Erfahrung jedoch sind meist alle Hunde in den ersten Tagen nach dem anstrengenden Transport noch etwas unsicher und brauchen Zeit um sich an die veränderte Situation anzupassen. Meist verläuft dies schneller, wenn schon ein Hund in der Familie lebt.

Von daher ist das Verhalten des Hundes in den ersten 1-2 Wochen nach Transport kein Indiz dafür, dass das Verhalten des Hundes auch so bleibt. Lassen Sie ihr neues Familienmitglied erstmals ankommen, bedrängen Sie es nicht und lassen Sie den Hund von sich aus kommen. Meist kann man mit Gabe von Futter die erste Bindung zum neuen Besitzer unterstützen. 

Neuankömmlinge mögen keine Schaumbäder oder bitte nicht im Turbogang zum Tierarzt

Ein häufiger Fehler nach Ankunft des neues Familienmitgliedes ist es, dass die Familie den Hund in den ersten Tagen überfordert. So wird versucht den Hund zum glücklichen
Gassigehen zu überreden, obwohl der Hund vorher noch nie an einer Leine
gelaufen ist. Oder er wird in ein duftendes Schaumbad im engen Badezimmer

gesteckt, obwohl sich der Hund nicht nicht einmal daran gewöhnt hat im Haus zu leben.

Auch wird der Hund aus Vorsicht oder weil er sich komisch verhält übereifrig
einem Tierarzt vorgestellt. Dies heißt wiederum Änderung des Umfeldes,
erneute Autofahrt und Warten im Wartezimmer mit anderen Hunden und evt. noch Behandlung. Dies führt zu massivsten Stress und kann aus jedem ausgeglichenen Hund ein hysterisches

Häuflein Elend machen. In der Panik schnappt der Hund, zieht sich zurück, bekommt Durchfall und die Bindung zum neuen Besitzer leidet erheblich darunter. 

Bitte vermeiden sie deshalb DRINGEND neue Stresssituationen Allein der Transport in engen Boxen mit vielen anderen Hunden in eine ungewisse Zukunft ist Stress genug und man sollte jede weitere Aufregung vermeiden.

Auch wenn der Hund unangenehm riecht, verfilztes Fell hat oder seine Augen vom Transport her noch tränen - kümmern sie sich darum erst nach einigen Tagen im neuen Heim. 

Doppelt hält besser oder wenn weg, dann weg!

Auch das Umladen bzw. Entladen vom Transport ins Auto des neuen Besitzers ist eine sehr extreme Situation. Nach stundenlangem Transport in der Box wird der Hund herausgeholt, er befindet sich in fremder Umgebung mit fremden Leuten und Gerüchen und wird zumeist genötigt in eine neue Box umzusteigen oder in ein ihm unbekanntes Geschirr zu steigen.

Der größte Anteil von Hunden aus dem Ausland, die entlaufen und dann verunglücken, entwischen beim Umlademanöver zwischen Transportauto und Auto der neuen Besitzer. Dies ist absolut vermeidbar und es liegt in der Verantwortung des neuen Besitzers dies zu vermeiden.

Bitte besorgen Sie sich vor Ankunft ihres Hundes ein Sicherheitsgeschirr (wir vermessen den Hund gerne noch in Rumänien für Sie) und legen Sie es dem Hund im Inneren des Transporters mit geschlossenen Türen um. Ein Sicherheitsgeschirr ist KEIN Norwegergeschirr oder eins der handelsüblichen Geschirre, sondern es hat einen weiteren Gurt um den Bauch. Dies verhindert das Rückwärts herausgehen des Hundes aus dem Geschirr. Wer schon mal gesehen hat, wie schnell sich ein Hund aus einem normalen Norwegergeschirr befreien kann, weiß was wir meinen. Zudem hat der Hund noch aus Rumänien ein eng sitzendes Halsband um. Die Leine sollte an einem Ende am Geschirr und am anderen Ende am Halsband befestigt werden. Nur so ist der Hund wirklich gesichert. Vermeiden sie Gassigehen am Abladeplatz. Nehmen Sie den Hund in ihr Auto und halten sie lieber an einem verkehrsberuhigten Ort an. Der Hund sollte erst in ihren Wohnräumen mit geschlossenen Türen wieder abgeleint werden. Belassen Sie das Sicherheitsgeschirr in den ersten Tagen am Hund. Spazieren an der Leine kann bereits in den Wohnräumen oder im Garten geübt werden.

Seien Sie darauf vorbereitet, dass der Hund nach dem Transport große Mengen Urin und Kot absetzt, da er es sich ja meist auf dem Transport stundenlang verbissen hat. Legen sie im Auto eine Plastikfolie und eine Decke unter bevor sie den Hund einladen.

Eine Liste von Produzenten für Sicherheitsgeschirre finden sie hier: http://www.angeles-hundehilfe.de/587.html

 

Eine andere Lösung ist das Umladen des Hundes von seiner Transportbox in eine selbst mitgebrachte Box. Dies ist die sicherste und sauberste Lösung. Bitte beachten Sie dass die Box die richtige Größe hat.

Bitte unterschätzen sie die Gefahr des Umladens nicht. Wenn der Hund mal entkommen ist, gibt es nur sehr wenige Chancen ihn wieder einzufangen, da er komplett panisch und verängstigt ist und niemanden kennt zu dem er Vertrauen hat. Meist laufen die Hunde direkt auf die

nächste Straße und werden überfahren. Dies wollen wir unbedingt vermeiden. 

Verlassen Sie sich beim Umlademanöver NICHT auf den Transporteur. Zumeist sind diese in Eile und wollen den Hund nur schnell aus dem Auto haben. Verantwortlich für die korrekte Übergabe in ihr Auto sind SIE selbst. 

Tipps für die erste Zeit 

  • Die Hundekennen Sie nicht, sie wissen nicht, dass Sie "ihrRetter" sind. Lassen Siedem Tier Zeit und bestürmen Sie es nicht bei der ersten Begegnung. Kommen Sie bitte nicht mit zu vielen Personen zur Abholung, sondern wenn möglich nur zu zweit. 
  • Bitte bringen Sie Ihren vorhandenen Hund, wenn möglich, nur dannmit zur Abholung, wenn Sie die Hunde separiert voneinander (und nicht nur mittels eines Hundegitters) transportieren können. So können die Hunde schon geruchliche Informationen aufnehmen. Eine Zusammenführung direkt nach der Fahrt, auf einem belebten Parkplatz, in emotional aufgeladener Situation, ist denkbar ungeeignet. 
  • Wenn Sie mit dem Hund zu Hause ankommen, lassen Sie ihm bitte erstmal viel Zeit, um das Haus zu erkunden. Den vorhandenen Ersthund sollten Sie zunächst separieren. Der neue Hund sollte sich in aller Ruhe umsehen können.
  • Bitten Sie Freunde und Nachbarn, dem Hund eine Eingewöhnungszeit zu gewähren und laden Sie nicht sofort alle zur Begrüßung des neuen Mitbewohners ein.
  • Stunden lange Spaziergänge sind am Anfang für viele Hunde viel zu anstrengend, da sie häufig kaum Muskulatur haben und mit den vielen Eindrücken überfordert sind.
  • Achten Sie bitte auf Ihre Körpersprache und verängstigen Sie den Hund nicht dadurch, dass Sie laut auf ihn einreden, frontal auf ihn zugehen, ihn anstarren oder sich über ihn beugen. Denken Sie immer daran, der Hund weiß nicht, dass Sie "sein Retter" sind und er kann Ihre Liebesbekundungen missverstehen. Wenn Sie zum Hund Erstkontakt aufnehmen, versuchen sie in die Hocke zu gehen, sich dem Hund von der Seite zu näheren und bieten sie ihm ein Leckerchen in der ausgestreckten Hand an. Starren Sie ihm hierbei nicht in die Augen, dies könnte ihn verängstigen. Lassen Sie ihn von sich aus zu ihnen kommen und drängen ihn nicht in eine Ecke. Bitte erklären Sie dies auch unbedingt ihren Kindern und versuchen Sie erst am Folgetag nach Ankunft den Hund mit allen Familienmitglieder bekannt zu machen.
  • Der Hund braucht einen Ruheplatz, andem er sich zurückziehen kann und er sich sicher fühlt. Niemand sollte ihn da stören, auch Kinder müssen davon abgehalten werden.
  • Üben Sie von Anfang an das Alleinbleiben, indem Sie den Hund schrittweise und allmählich in länger werdenden Zeitintervallen allein lassen. Nutzen Sie die Zeiten, in denen der Hund ohnehin nicht aktiv ist.
  • Falls es Probleme gibt, kontaktieren Sie uns bitte. Meist können wir v.a. anfangs mit Tipps helfen, die ein gutes Miteinander unterstützen. Wenn es größere Probleme gibt, sollte ein erfahrener Trainer zu Rate gezogen werden. Bitte achten Sie hier unbedingt darauf, dass hier mit positiver Verstärkung gearbeitet wird und nicht mit Angst und massiver Unterordnung. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl der geeigneten Hundeschule.

Häufig gestellte Fragen:

1. Muss ich Angst haben, dass mein Hund Parasiten hat? 

Vor Abfahrt ins neue Zuhause werden unsere Hunde alle entwurmt, bekommen prophylaktisch Medikamente gegen Giardien und einen Spot on gegen Zecken und Flöhe. Natürlich kann es passieren, dass sich der Hund auf dem Transport noch einen Floh vom Nachbarhund einfängt oder sie resistent gegen das Spot on waren. Bitte kontrollieren Sie einige Tage nach Ankunft, zum Beispiel nach dem ersten Bad,
das Fell des Hundes. 

2. Werden die Hunde vor Abfahrt gewaschen, gebürstet oder erhalten Krallenpflege ?

Leider schaffen wir es vor Abfahrt nicht in der Pension, die Hunde zu baden oder zu pflegen. Es ist sehr gut möglich, dass der Hund bei Ankunft nicht gut riecht oder v.a. langhaarige Hunde Filz im Fell haben. Bitte kümmern sie sich darum erst einige Tage nach Ankunft im neuen Zuhause. ( vorzugsweise bei ihnen zu Hause und nicht im Hundefriseursalon) 

3. Mein Hund niest manchmal oder hat leicht tränende Augen

Dies haben wir nach Transporten schon häufig erlebt, wobei dies meist die Katzen und nicht die Hunde betrifft. Durch die Klimaanlage und oder den Fahrtwind kann es manchmal zu solchen Symptomen kommen, die jedoch meist nach 1-3 Tagen nachlassen und verschwinden. 

4. Mein Hund ist total verängstigt und weicht meiner Hand aus. Er sucht sich Stellen unter dem Tisch oder unter dem Sofa und versteckt sich. Und das obwohl es hieß er ist zutraulich.

Bitte lassen Sie dem Hund Zeit. Bedrängen sie ihn nicht und ignorieren ihn einfach. Wenn er sich nach dem Transport ausgeschlafen hat, können Sie versuchen sich ihm von der Seite auf 1-2 m zu näheren und bieten ihm ein Leckerchen auf der Hand an oder werfen sie es ihm zu. Beliebt sind Würstchen, Käsestückchen, Katzenfutter oder ähnliches. Wenn dies nicht klappt, versuchen sie es am nächsten Tag nochmals. 

5. Der Hund ist nicht stubenrein

Dies trifft anfangs auf fast alle Hunde zu. Sie müssen sich erst daran gewöhnen, dass sie Gassi gehen oder einen Garten haben. Entfernen Sie den " Unfall" ohne zu schimpfen und zeigen sie dem Hund, wo die Tür zum Garten ist oder gewöhnen sie ihn langsam
bei Wohnungshaltung daran, dass es regelmäßige Gassizeiten gibt.

Versuchen sie anfangs die Zeiten einzuhalten, damit der Hund sich dran gewöhnen kann. Achten Sie dann auf Signale ihres Hundes - z.B. wenn er an der Tür steht oder unruhig wird. Nehmen Sie dann sofort die Leine und gehen Gassi oder öffnen die Tür zum Garten. Loben Sie hierbei den Hund ausgiebig und überschwänglich. 

6. Wie kann ich dem Hund beibringen was richtig und falsch ist

Achten Sie darauf wie sie ihrem Hund etwas mitteilen. Wichtiger als das WAS sie sagen, ist hierbei ihre Körpersprache und ihre Stimme. Wenn Sie ihren Hund belohnen, dann versuchen sie ihre Stimme eher hoch klingen zu lassen und legen sie deutliche Begeisterung in die Stimme. Wenn ihr Hund etwas nicht tun soll - teilen Sie ihm dies mit dem Wort Nein oder Schluss mit genügend Sicherheit in der Stimme. Wenn der Hund darauf nicht reagiert, verwenden sie parallel dazu eine Schüttelbox. (Plastikbox mit Münzen darin die Sie kurz schütteln können) 

7. Ist mein Hund Katzen- und Kleintierverträglich?

Da wir in der Pension dies nur bedingt austesten können, können wir dies nicht mit Sicherheit sagen. Jedoch können wir zur Katzenverträglichkeit in der Pension testen, ob der Hund Interesse zeigt, wenn wir mit einer Katze am Arm vorbeigehen. Dies kann sich natürlich im neuen Zuhause nochmals ändern. Normalerweise hatten wir noch nie Probleme mit der Vergesellschaftung zwischen Hunden und Katzen. Falls Sie schon Katzen haben, sollten Sie jedoch von jagdlich ambitionierten erwachsenen Hunden absehen.

Zur Kleintierverträglichkeit können wir nichts sagen. Bitte führen sie Ihren Hund langsam an Kaninchen, Meerschweinchen und Co heran. Manche Hunde zeigen mehr oder weniger Jagdinstinkt, den wir aber vorab nicht bestimmen können. 

8. Sind Irinas Hunde untereinander verträglich?

Alle unsere Hunde leben in Gruppen und verstehen sich miteinander. Natürlich kann es vorkommen, dass sich - wie beim Menschen - manche Hunde nicht wirklich riechen können. Eine Garantie, dass der Hund auch in Deutschland sein Verhalten beibehält, können wir leider nicht geben. 

9. Der Hund passt sich in die Familie in den ersten Tagen nicht so ein wie ich es mir vorgestellt habe. Was soll ich tun?

Bitte kontaktieren Sie uns. Wir versuchen Ihnen Tipps zu geben, wie man die Situation verbessern kann. Evtl. ist es nötig, dass Sie einen Hundetrainer zu Rate ziehen, der einen Hausbesuch macht. Bitte seien Sie sich bewusst, dass dies evtl. passiert und, dass hierbei auch finanzielle Kosten auf Sie zukommen. Die Abgabe des Hundes sollte der letzte Punkt sein, wenn alle anderen Versuche keinen Erfolg zeigen. Für uns ist es äußerst schwierig eine Übergangspflegestelle zu finden bzw. eine neue Endstelle. Für den Hund bedeutet es eine massive Zusatzbelastung. Es ist uns leider nicht möglich, den Hund sofort nach einem Anruf abzuholen. Bitte seien sich dessen bewusst. 

10. Was soll ich in Zeiten tun wenn ich im Urlaub bin oder mal beruflich bedingt wenig oder keine Zeit für den Hund habe?

Bitte klären Sie im Vorfeld dringend ab, wer aus ihrem Bekannten oder Familienkreis den Hund in Zeiten wo Sie keine Zeit haben beaufsichtigen kann. Evtl. müssen Sie auch gegen ein gewisses Entgelt einen Gassigänger oder eine Urlaubsbetreuung finden. Bitte klären Sie die Kosten vorab und kalkulieren sie ob dies für sie finanziell tragbar ist. 

11. Wie sorge ich dafür, dass der Neuankömmling sich mit vorhandenen Hunden versteht?

Hunde nicht im Revier (Haus und Garten) der vorhandenen Hunde zusammenführen. Bei mehreren Tieren den Neuankömmling mit einem nach dem anderen konfrontieren.Falls sie die Hunde zunächst an die Leine nehmen, sorgen sie für etwas Abstand, da angeleinte Hunde eine größere Individualdistanz haben. Der neue Hund könnte andernfalls in Bedrängnis geraten. Hintergrund: Hunde die angeleint sind, haben Kommunikationsschwierigkeiten.

Lassen Sie dem neuen Hund Zeit, sein neues Terrain zu erkunden. Er darf als erster das Haus betreten.Damit gar nicht erst Futterneid entsteht, die Hunde besser getrennt füttern.Auch der vorhandene Hund braucht etwas Zeit, um sich auf den neuen Mitbewohner einzustellen. Wenn er beleidigt reagiert nicht trösten, sondern sich mit ihm genauso viel beschäftigen wie mit dem neuen Hund. Das neue Rudel muss sich erst finden. Schließlich haben sich die Mitglieder ihre Wohngemeinschaft nicht selbst ausgesucht. Deshalb ist es wichtig, dass es für jeden Hund eine Rückzugsmöglichkeit gibt.

Innerhalb der ersten zwei Wochen sollten sie Neuankömmling und vorhandene Hunde nicht alleine lassen. Dies gilt auch für nachts. Schläft ihr erster Hund im Schlafzimmer, ist es sinnvoll, den neuen Hund zunächst in einem Zimmerkennel unterzubringen, bis der Ersthund den Neuankömmling akzeptiert.